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Dez 02

Wer beruflich oder privat im Alltag viel auf Achse ist und dabei gerne auf die Möglichkeiten des öffentlichen Personennahverkehrs zurückgreift, kennt das Problem: Gerade noch führte man ein Handy-Telefonat, doch kaum fährt man die Rolltreppe zur U-Bahn-Station herunter, wird die Verbindung immer schlechter, bis das Gespräch letztlich gang abbricht. Betroffen sind vor allem diejenigen Fahrgäste, die mit S- und U-Bahnen unterwegs sind in Deutschlands Metropolen.

Vielerorts soll sich dies aber inzwischen bereits geändert haben oder in den kommenden Jahren bessern. Das jedenfalls ist die Aussage des Providers Vodafone. Das Unternehmen hat gerade erst eine Stellungnahme zur unterirdischen Netzabdeckung in Deutschland abgegeben. So seien die Strecken „unter Tage“ inzwischen durchaus für den Mobilfunk erschlossen, damit die Nutzer auch dort ihr Handy nutzen können für SMS, Gespräche oder den Zugang zum mobilen Web.

Laut Vodafone war und ist das Problem bei der Gewährleistung reibungsloser Mobilfunknutzung die Notwendigkeit, im Tunnelnetz unter der Erde Verstärker in großen Mengen einsetzen zu müssen, dies sei zudem auch an den verschiedenen Haltestellen unerlässlich, um die gewünschte optimale Versorgung zu erzielen. Vodafone bestätigt, dass etliche Netzbetreiber ihrerseits ebenfalls große Summen in den Ausbau des Mobilfunkangebotes im unterirdischen Bereich investiert haben sollen.

Im Falle von Vodafone verweist man vor allem auf das U-Bahn-Netz der bayerischen Landeshauptstadt München. Dort hat das Unternehmen nach eigener Aussage für die immerhin 89 Haltestellen/Bahnhöfe etwa 100 Mobilfunk-Verstärker sowie über 400 zusätzliche Antennen eingesetzt, um die ersehnte Netzabdeckung erreichen zu können. Wie wichtig die individuelle Ausstattung ist, wir daran deutlich, dass die Tunnel nicht immer die gleiche Länge haben. Dementsprechend maßgeblich ist der Einfluss, den die richtigen Standorte der Anlagen auf den unterirdischen Handyempfang haben.

Bei den Arbeiten vertraut man einmal mehr auf die erfolgreiche Glasfasertechnik, die zur Verbindung der Anlagen mit den zentralen Mobilfunk-Stellen genutzt werden, über die wiederum ein- und abgehende Daten an die angewählten Netze weitergereicht werden. Als moderne Herausforderung bezeichnet der Netzbetreiber Vodafone die Ausbauarbeiten, um Verbraucher zukünftig nicht nur überirdisch vor den unerwünschten Funklöchern zu schützen.

Die unterschiedlichen Gestaltungen der U-Bahn-Netze sorgen aber dafür, dass die Berechnungen der nötigen Maßnahmen deutlich komplizierter und komplexer seien, als dies an der Oberfläche möglich ist. Bisher jedenfalls scheint in vielen Städten in dieser Sache noch immer Nachholbedarf zu bestehen, fragt man die Verbraucher im ganzen Bundesgebiet.

Nicht überall haben die Arbeiten bisher für die Handy-Nutzer zu Verbesserungen führen können. Aber der erste wichtige Schritt zu noch mehr mobiler Kommunikationsfreiheit ist getan. Wichtig ist dies nicht zuletzt aus dem Grund, weil etwas das Absetzen eines Notrufs bisher vielerorts nicht möglich ist. Doch gerade in solchen Fällen ist oftmals keine Zeit, um erst den richtigen Ansprechpartner zu suchen.

 

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    1. Ines sagt:

      Finde ich gut! So ist der Satz „ich fahre gerade in den Tunnel“ wohl nicht mehr das letzte was man regelmäßig beim telefonieren zu hören bekommt *g*

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