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Mrz 08

Trotz aller technischen Fortschritte gibt es bei den heutigen Mobiltelefonen noch immer einige Eigenschaften, die für die Hersteller zwar ein Wunschziel sind, bisher aber nicht unbedingt erreichbar scheinen. Dazu gehört unter anderem die Problematik, dass die derzeit verwendeten Akku-Materialien bei regem Gebrauch der Handys für Telefonate und den Versand von SMS nach einigen Stunden das Maximum ihrer Reserven erreichen. Schon seit Jahren hoffen die Hersteller auf den großen Durchbruch in den Entwicklungsabteilungen, der dazu führen könnte, dass die Geräte deutlich leistungsstärker als bisher werden könnten.

Die Idealvorstellung ist diesbezüglich wohl, Handys und Smartphones zu produzieren, bei denen die Konsumenten grundsätzlich auf die Erreichbarkeit einer Steckdose zum Aufladen verzichten können. Erreicht wird dieses Ziel bedingt inzwischen durch die ersten so genannten „grünen“ Handys, die mit Solar-Panels arbeiten und eine Aufladung des Akkus mithilfe von Sonnenenergie auch dort ermöglichen, wo kein Zugang zum Stromnetz besteht. Dem finnischen Hersteller und Marktführer im Bereich der Handy-Herstellung Nokia könnte nun ein großer Schritt gelungen sein, der den Verbrauchern neue Möglichkeiten und Freiheiten beim Handy-Einsatz bieten soll.

Angeblich, so aktuelle Medienberichte in verschiedenen Wissenschaftsmagazinen wie der Fachzeitschrift „The Scientist, lassen darauf schließen, dass man im Hause Nokia nicht mehr nur in den Kinderschuhen der Forschung steckt, vielmehr hat der Konzern sogar bereits in den USA einen Patentantrag eingereicht. Seit etlichen Jahren arbeiten die Experten des Unternehmens an Alternativen, um Handy-Akkus mit Strom zu versorgen. Das Konzept sieht angeblich vor, Handys und andere Elektrogeräte zukünftig über eine Technik namens „Energy Harvesting“ zu laden. Hierbei geht es den Artikeln zufolge darum, dass die Besitzer selbst mit ihren Bewegungen für eine regelrecht automatische Beladung sorgen.

Je beweglicher die Handy-Nutzer (um in Nokias zentralem Bereich der mobilen Kommunikation zu bleiben) desto schneller lädt sich das Handy am Ende auf. Jogger etwa oder gleichsam Spaziergänger könnten auf diese Weise selbst sozusagen bedingt zur menschlichen Stechdose für ihr Mobiltelefon werden. Der Ansatz sieht vor, dass schwere Teile im Inneren des Handys auf Schienen angebracht sind, die ihrerseits nichts fix, sondern beweglich sind. Über so genannte Piezokristalle, die auf den Schienensträngen zusammengepresst werden, soll im Zuge von Bewegungen des Handyträgers Elektrizität erzeugt werden, die wiederum auf den Akku übertragen wird.

Nahe liegend, dass das für eine vollständige Aufladung nötige Bewegungspensum nicht mit einer Stunde Bewegung erreicht werden kann. Für Experten jedoch ist dieser umweltbewusste Ansatz – Nokia verfolgt neben diesem auch weitere Ideen, die zu einem geringeren Strombedarf führen sollen – ein erster Schritt, um einerseits den steigenden Strombedarf der neuen leistungsstarken Smartphones zu decken. Vor allem kann das System im Erfolgsfall dafür sorgen, dass die Ladezyklen über die Steckdose weniger eng beieinander liegen müssen. Genaue Daten zu einer möglichen markttauglichen Umsetzung des vor wenigen Tagen angemeldeten Patentes gab der Handyhersteller noch nicht bekannt. Aber mit der Meldung ist eines bereits gelungen: Der Markt hat schon jetzt neues Futter erhalten.

 

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