Die Bedürfnisse der heutigen Mobilfunk-Nutzer sind eigentlich relativ leicht auf einen Punkt gebracht: Solange die Hersteller immer mehr Qualität und immer leichtere Handhabung ermöglichen, ist alles im sprichwörtlich grünen Bereich. Die Handy-Endverbraucher haben allerdings inzwischen immer neue Vorlieben entwickelt, die sich darauf begründen, dass viele Verbraucher neben dem Telefonieren auch zunehmend andere Leistungen in Anspruch nehmen. Dabei geht es vor allem um das mobile Surfen. Viele Nutzer möchten dabei mehrere Teletongeräte möglichst nur über eine einzige Rufnummer nutzen können. diesen Ansprüchen werden längst alle vier großen Netzbetreiber in Deutschland gerecht. Die Ansätze haben Namen wie Ultracard, MultiSIM oder Tricard. In allen Fällen jedoch verbergen sich hinter den Namenskonstrukten ähnliche Dienstleistungen besondere SIM-Karten, durch die im Einzelfall über eine einzige Rufnummer mehrere Geräte angesteuert werden können.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Nutzer müssen die SIM-Karten nicht immer wieder umstecken, wenn sie verschiedene Handys nutzen möchten, zudem werden sie bei den Anbietern nur unter einer einzigen Kundennummer geführt und erhalten dementsprechend auch nur eine monatliche Abrechnung für die in Anspruch genommenen Leistungen der SIM-Karten. Die Möglichkeiten für die Anzahl der Mobilfunkgeräte variiert je nach Anbieter. Während Nutzer von E-Plus Karten im Format Flexicard nur eine Zweitkarte für monatlich zusätzlich drei Euro verwenden können, bieten der deutsche Marktführer T-Mobile mit dem Programm MultiSIM, Vodafone bei seinem Pendant Tricard und Anbieter O2 mit der Multicard maximal drei weitere Karten mit gleicher Rufnummer.
Unterschiede weisen die beiden Formate insofern auf, als dass Vodafone das Angebot für alle Tarifmodelle gewährt, während T-Mobile die Tarife einschränkt für die MultiSIMs. Dafür können bei Vodafone mit der Tricard nicht im so genannten Parallelbetrieb genutzt werden. Vodafone-Kunden mit Vorliebe für diesen Service müssen auf die Ultracard zurückgreifen. Diese Karte wiederum ist ebenfalls nicht in allen Tarifen verfügbar. Bei eingehenden Anrufen werden zunächst je nach Anbieter entweder das zuletzt genutzte Gerät angesteuert, alternativ gehen die Anrufe auf die Hauptkarte, die im Einzelfall vom Kunden vertraglich bestimmt und bei Bedarf bei Anbieter korrigiert werden kann.