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Dez 24

Schon in den vergangenen Wochen kündigten die Mobilfunkbetreiber erneut an, noch mehr Geld in den Ausbau ihrer Netze und somit in die Qualität ihrer unterschiedlichen Angebote investieren zu wollen. Zuletzt war es vor allem der Betreiber o2 aus München, der bekannt gab, große Investitionen tätigen zu wollen, damit die vollständige Netzabdeckung zügig erreicht und auf das so genannte National Roaming – also die Abdeckung über die Netze anderer Provider – verzichtet werden kann. Beim Mitbewerber E-Plus hat man wegen der hohen Qualität des bestehenden Netzes zwar Ausgaben vor diesem Hintergrund nicht nötig.

Neue Maßnahmen will aber die deutsche Nummer drei unter den Anbietern in Angriff nehmen. Zu diesem Zweck sind Kooperationen zwischen der E-Plus-Gruppe und der KPN Group Belgien geplant. Diese Zusammenarbeit soll mehr Tempo in den Ausbau der Netze für das mobile Internet bringen, so die aktuellen Meldungen in den Mobilfunk-Portalen im Web. Als dritten Partner holen die beiden Unternehmen nach eigener Aussage zusätzlich den Experten ZTE mit an Bord. Der chinesische Anbieter gilt als einer der Ausrüster im Bereich der Telekommunikation. Das Ziel für E-Plus wird die Kunden schon jetzt in Vorfreude versetzen.

Denn mit dem Ausbau des bestehenden Netzes will der Provider ab 2010 daran arbeiten, dass die Mobilfunk-Kunden so bald wie möglich per UMTS mit HSPA Geschwindigkeiten von maximal 21,6 Megabit pro Sekunde geboten bekommen könnten. Der chinesische Partner soll in dieser Sache dafür sorgen, dass die Integration der notwendigen Technologien für die Infrastruktur des mobilen Internets so reibungslos und schnell wie irgend machbar erfolgen kann. Sowohl in Deutschland im Rahmen der Angebote von E-Plus als auch im belgischen Netz der KPN Group.

Die Stellungnahmen könnten als eindeutiges Signal in Richtung Konkurrenz gedeutet werden, denn genaue Angaben zu den eigentlichen Plänen will man erst im neuen Jahr veröffentlichen. Wie massiv der Tempovorstoß ausfallen wird, bleibt abzuwarten, E-Plus hatte schon mehrfach Ankündigungen zu einer Beschleunigung der HSDPA-Technologie von sich gegeben. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden ohnehin keine flächendeckenden Umsetzungen in einem Schritt erfolgen.

So kündigte der Provider an, dass man Prioritäten zugunsten von Bezugsgebieten setzen werde, in denen der Bedarf an schnelleren Zugängen besonders groß ist. Ein erster so genannter „Friendly User Test“ wird schon früh zu Beginn des neuen Jahres im Ballungsgebiet Leipzig gestartet, heißt es in aktuellen Pressemeldungen zur Kooperation. Die bisherigen Tests jedenfalls ließen Angebote von E-Plus eher schlechter dastehen als die Leistungen anderer Anbieter. Unklar ist im Zuge der Planungen, ob man nun nur das bisherige 3G-Netz aufrüsten will, oder ob die Nutzer schon bald schneller via UMTS im mobilen Web surfen können sollen.

 

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