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Jan 28

Für viele Handynutzer ist es kaum vorstellbar, dass Fernsehen schon heute bedingt auf dem Mobiltelefon möglich ist. Doch für die Anbieter sind die derzeitigen Möglichkeiten alles andere als befriedigend. Denn sie würden liebend gerne endlich ihr Engagement in diesem Bereich weiter ausbauen, um neue Einnahmequellen auf dem Mobilfunkmarkt zu erschließen für die kommenden Jahre. Als möglicher Termin für den Startschuss bezüglich dieser Wunschvorstellung der Betreiber könnte nun der Monat März sein.

Dann nämlich wollen die Landesmedienanstalten laut aktuellen Berichten in den Portalen im Web erneut das Format DVB-H-Standard für die Handy-Branche auf den Prüfstand stellen und analysieren, ob eine Freigabe der modernen Technologie für den Markt sinnvoll und ratsam ist. Doch das Modell ist nach wie vor umstritten bei den Unternehmen der Branche. So konnte der mobile TV-Standard DVB-H in der Vergangenheit nur in überschaubarem Maße Anhänger unter den Anbietern finden. Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (kurz ZAK) will im März herausfinden, ob sich die Investitionen für einen erneuten Versuch der Marktetablierung lohnen könnten.

Zu sagen, dass es gar keine Interessenten gäbe, wäre in jedem Falle nicht ganz korrekt. So hatte etwa der Branchenprimus T-Mobile in Punkto Handy-TV schon im Spätsommer des vergangenen Jahre angemeldet, sehr wohl am Format interessiert zu sein, wenn die Lizenz-Konditionen einen sinnvollen Einstieg ermöglichen. Damals hieß es, man wolle in Kooperation mit dem Unternehmen Constantin Medien als Mobilfunkanbieter dafür sorgen, dass die Handy-User unterwegs die Bundesliga in Echtzeit auf dem Mobiltelefon miterleben könnten.

Mit seinem ersten Versuch dieser Art war T-Mobile während der EM im Jahr zuvor wegen Überlastung des Netzes gescheitert. Auch andere Anbieter hatten im Bereich Fußball erste Gehversuche getätigt, meist mit wenig erfreulichen Ergebnissen. Für den potentiellen zweiten Startversuch kann sich nun auch das Unternehmen Media Broadcast den Erwerb einer entsprechenden Lizenz vorstellen, wenn die Konditionen stimmen. Ob DVB-H die Chance für einen Neustart erhalten wird, hängt laut ZAK maßgeblich vom Interesse der Betreiber von Sendenetzen, dem Providern des Mobilfunksektors sowie nicht zuletzt auch den Rundfunkanstalten ab.

So soll bereits vor der möglichen Freigabe der Technologie geklärt sein, wie die Konzepte ausgerichtet sein und finanziert werden sollen. Bei den meisten Mobilfunk-Netzbetreibern jedoch scheint das nötige Interesse zu fehlen. So könnten sich die Überlegungen der Landesmedienanstalten im Hinblick auf DVB-H-Standard schon im Vorhinein als überflüssig und unnötig erweisen. Die beiden führenden Provider in Deutschland, T-Mobile und Vodafone etwa haben inzwischen umgesammelt und nutzen lieber das Streaming per UMTS-Netz für ihre Angebote im Bereich Handy-TV. Bei den Kunden setzt sich dieses Modell zunehmend durch, so dass Alternativen vielleicht gar nicht gefragt sind.

 

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