Modifikationen und Umstellungen der Mobilfunk- und Netz-Technologien hinterlassen bei den Kunden der Anbieter immer wieder einen faden Beigeschmack. So geschieht es dieser Tage einmal mehr beim Mobilfunk- und Festnetz-Konzern O2. Schon im vergangenen Jahr mussten sich viele Kunden aus der Sparte Genion damit abfinden, dass sie Freunden und Bekannten bald eine neue Nummer mitteilen müssen, um erreichbar zu sein. Dieses für die Kunden unerfreuliche Szenario wird sich nun in den kommenden Tagen erneut wiederholen, so die Meldung aus der Münchener O2-Firmenzentrale. Dieses Mal erwischt es diejenigen Kunden, die ihren Genion-Vertrag in der Zeit vor September 2008 abgeschlossen haben. Der Meldung zufolge handelt es sich beim notwendigen Nummerwechsel um die Kunden, die über eine Rufnummer im niedrigen fünfstelligen Bereich verfügen.
Schuld an der Misere für die Kunden ist ein Fehler bei der Vergabe der Nummern an die Kunden. Fälschlicherweise seien den O2-Kunden Nummern zugewiesen worden, die nicht den Vorgaben zur Nummernlänge entsprachen. Sie waren schlicht zu kurz. Diesen Fehler muss das Unternehmen nun nach Aufforderung durch die Bundesnetzagentur korrigieren. Die Netzagentur fordert die Umstellung allerdings nicht aus rein bürokratischen Beweggründen. Aufgrund des Fehlers könnten regionale Nummern-Engpässe entstehen, die am Ende zu Rufnummern führen könnten, die bis rauf in elfstellige Bereiche gehen könnten. Umgestellt werden müssen die Kunden, die im Rahmen des Genion-Vertrags zusätzlich eine neue Festnetz-Nummer für die so genannte Homezone erhalten haben.
„Mitgebrachte“ Nummern aus der Zeit vor dem Wechsel in den Tarif sind nicht in Mitleidenschaft gezogen, heißt es bei O“. die ersten Betroffenen in diesem Jahr sind die Genion-Nutzer des Mobilfunk-Anbieters allerdings nicht. Vor ihnen hatte ein ähnliches Schicksal bereits Kunden aus dem DSL-Programm ereilt. Rund ein halbes Prozent der Genion-Kunden von O2 soll betroffen sein. Als kleine Wiedergutmachung bekommen die Nummernwechsler vom Mobilfunk-Unternehmen 50 kostenlose SMS geschenkt. Der unbefristete gratis Versand kann in alle Netze erfolgen. So können die Kunden wenigstens die ersten 50 Personen über die neue Nummer informieren. Für gewerbliche Nutzer ist die Umstellung aber ein durchaus lästiges Thema, das auch wirtschaftliche Auswirkungen haben kann.