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Okt 13

Hinsichtlich der Entwicklungen des eigenen Marktes ist man hierzulande nicht unbedingt die Politik der klaren Worte gewöhnt. Umso verblüffender wird es denn auch in den Medien aufgenommen, wenn jemand wie Rene Schuster, der Chef des Mobilfunkanbieters O2 eindeutig Stellung zu den Veränderungen auf dem deutschen Mobilfunkmarkt äußert und dabei ein klares Bild für den Markt der Zukunft zeichnet.

Schuster bezieht sich bei den Prognosen vor allem auf einen Aspekt: die Subventionierung von Handys bei Abschluss von Mobilfunkverträgen, wie sie bisher bei den meisten Anbietern erhältlich war. In Schusters eigenem Hause hatte man schon vor Monaten die dem bisherigen System abgeschworen. Neukunden bei O2 kommen daher nicht mehr in den Genuss subventionierter Top-Geräte.

Doch damit nicht genug, auch Vertragsmodelle mit langen Laufzeiten schafft man bei O2 Schritt für Schritt inzwischen ab. Für den Manager war dieses Vorgehen nichts anderes als der logische Schritt in Richtung der Ansprüche heutiger Mobilfunk-Kunden. Schuster weist nicht ohne Stolz im Interview darauf hin, dass O2 im Bereich der Neukunden seit Umstellung des Unternehmensmodells beim Mobilfunk mit rund 400.000 zusätzlichen Nutzern die anderen Konzerne hinter sich lässt, zum Teil deutlich. Dass die anderen Betreiber dem Vorbild des Münchener O2-Konzerns folgen werden, steht für den Chef des Unternehmens außer Frage.

Die „Geiz ist geil“-Mentalität beim Handy-Kauf könnte also somit bald das Zeitliche segnen. Binnen einer Frist von etwa zwei Jahren ist die Zahl der Verträge mit einer Laufzeit von zwei Jahren deutlich zurückgegangen, zeitgleich hatte diese Entwicklung auch das Ende der Handys für einen Preis von einem Euro eingeläutet. Für den O2-Chef ist klar: Lange Laufzeiten und Dumpingpreis-Mobiltelefone sind aus dem Rennen, spätestens die Markt-Etablierung der Discounter habe dem Markt für Mobilfunkangebote vor wenigen Jahren neue Impulse gegeben. Im Gespräch mit der Tageszeitung „Welt“ wird nun zudem deutlich, zu wessen Gunsten diese neuen Bedingungen nach und nach entstanden sind.

Profitieren werden vor allem die Kunden. Denn die Minutenpreise und die Kosten für SMS sinken mittlerweile immer schneller. Wer in diesen Momenten nicht an kostspielige und langfristige Verträge bei seinem Mobilfunk-Anbieter gebunden ist, kann zügig auf die veränderten Konditionen reagieren. Ohne Mindestlaufzeit und mit der Möglichkeit der Rufnummer-Mitnahme haben die Kunden laut Schuster alle Chancen, immer wieder neue Einsparungen umzusetzen, ohne ständig die Nummer wechseln zu müssen. Mit einem derart großen Erfolg hatte man bei O2 selbst gar nicht gerechnet. Bei den anderen Bietern sieht man bisher nur bedingte Entwicklungen in ähnlicher Form, wie man es bei O2 schon seit dem Frühjahr dieses Jahres vormacht.

 

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