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Feb 28

Auf den März 2010 hat mancher Kunde, der früher einmal das sprichwörtliche böse Erwachen nach einem Handy-Gespräch an eine Service-Nummer erlebte, lange gewartet. Denn mit dem morgigen Montag – dem 01.03. – tritt endlich die neue Regelung für die Tarife der verschiedenen Vorwahlen sowie die Pflicht zur Kennzeichnung teurerer Servicenummern in Kraft. Eine Änderung im TKG – dem Telekommunikationsgesetz – macht’s möglich. Die neue Situation ergab sich infolge einer Anhörung vor der Bundesnetzagentur, die von einer neuen rechtlichen Gegebenheit sprach, so dass die preisliche Anpassung nötig wird zum März dieses Jahres. Grundvoraussetzung ist nun, dass alle Telefonate aus den Vorwahl-Bereichen zwischen 01801 und 01805 nur noch höchstens mit 42 Cent pro Gesprächsminute abgerechnet werden dürfen.

Sofern eine Abrechnung je getätigtem Anruf erfolgt, dürfen die Kosten ab sofort nur noch 60 Cent pro Gespräch mit der Service-Hotline oder anderen Anbieter telefonischer Dienstleister betragen. Eine durchaus ordentliche Erleichterung für die Handy-Besitzer, die je nach Netz und Nummern-Anbieter in vielen Fällen vergleichsweise ordentlich zur Kasse gebeten wurden in den vergangenen Jahren. Zuletzt gab es je nach Netzbetreiber erhebliche Preisschwankungen zwischen knapp weniger als einem halben Euro und immerhin exakt einen Euro pro Gesprächsminute bei Telefonaten mit den so genannten 0180x-Verbindungen.

Eine wichtige Neuerung ist im Zuge der Gesetzesänderung auch die Tatsache, dass Anbieter solcher Nummern ohne entsprechende Hinweise für die Anrufer vom Handy Gewinnspiele und Hotlines bereitstellen. Die Kunden müssen in Zukunft so genau wie möglich über die zu erwartenden Kosten informiert werden. Wird die Kennzeichnungspflicht nicht ernst genommen und fehlt die Angabe der Kosten pro Minute oder Telefonat, stehen den Anbietern nun Abmahnungen und/oder schmerzhafte Geldbußen ins Haus.

Tatsächlich gibt es infolge der neuen rechtlichen Lage in zwei Punkten Kritik zu äußern: Einerseits bezieht sich die Korrektur ausschließlich auf die genannten Nummernbereiche, bei den übrigen Service-Nummern tut sich preislich nichts. Weit unangenehmere Veränderungen könnten nun vor allem die Kunden von Anbieter E-Plus miterleben. Sie durften sich während der Nebenzeiten bisher über einen Kostenpunkt von 35,3 Cent pro Anrufminute bei Hotlines und Co. freuen. Möglicherweise zahlen diese Mobilfunk-Nutzer ab morgen also mehr für ihre Anrufe, die eine 0180x-Nummer zum Ziel haben. Vielleicht hat der Betreiber aber auch ein Einsehen und bessert von selbst erneut nach.

 

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