An sich ist der Service des Discounters im Mobilfunk-Sektor blau Mobilfunk als ausgesprochen positiv einzustufen, so die im Grunde einhellige Meinung zufriedener Nutzer. Doch ausgerechnet bei der beliebten Daten-Flatrate des Anbieters gibt es nun unerwartet Einschnitte bei der Nutzbarkeit für die Kunden der blau GmbH. Dabei kann das Unternehmen nur bedingt etwas für die Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Doch zur Sache: Inzwischen wird die Flatrate für den Datentransfer seit rund einem halben Jahr offeriert, ermöglicht wird der Service fürs mobile Web – übrigens im gleichen Maße wie die normalen Handy-Tarife – über das Netz des Anbieters E-Plus. Und genau dieser hat nun für ebenso unerwartet wie unerwünscht veränderte Bedingungen im Bereich der so genannten Performance gesorgt. E-Plus ist momentan der einzige der deutschen Netzbetreiber, der sein UMTS-Netz mit einer Höchstgeschwindigkeit von 384 KBit/s betreibt.
Bisher gab es dabei keine Beschränkungen für Up- und Download. Bisher, wie gesagt. Denn seit Anfang August wer besonders viel Gebrauch von blau-Angebot gemacht hat, durfte miterleben, dass es spürbare Einschränkungen im Rahmen der blau Daten-Flatrate in Sachen Performance gibt. Das Gefühl trügt die User wie so oft nicht, denn wie inzwischen bekannt wurde, hat E-Plus grundsätzliche eine Obergrenze von exakt fünf Gigabyte ins Leben gerufen, um seit dem Stichtag 1. August 2009 allzu regen Gebrauch einzuschränken. Diese neue Vorgabe gilt natürlich sowohl für die direkten Kunden des Providers E-Plus, aber eben auch für die so genannten Reseller, zu denen blau.de nun einmal gehört. Einfluss nehmen kann das Unternehmen blau Mobilfunk also nicht auf die neuen Gegebenheiten.
Vielmehr ist auch in den blau AGB die entsprechende Klausel zu finden, die sogar eine Drosselung der Geschwindigkeit bei der Daten-Flatrate erlaubt, sofern die Grenze von sogar nur zwei Gigabyte bei GPRS-Geschwindigkeit überschritten wird. Nur angewendet wurde diese Regelung bisher nicht. Angesichts des günstigen Tarifs von monatlich (berechnet wird je Kalandermonat!) 19,80 Euro werden sich viele blau-Kunden aber wohl gerne mit der Vorgabe arrangieren. Zumal nur die echten Power-Nutzer betroffen sein werden. Hinzu kommen die günstigen Konditionen von nur neun Cent pro Minute in alle deutschen Netze, wenn die Nutzer der Daten-Flatrate zusätzlich auf die zugehörige SIM-Karte im Prepaid Format verwenden. Je SMS fallen die gleichen Kosten an. Das Einsteiger- bzw. Starterset kostet nur 9,90 Euro und beinhaltet ein Startguthaben in Höhe von zehn Euro. Im Falle einer Rufnummermitnahme winken außerdem 25 Euro Willkommensbonus.