Die Entsorgung von Mobiltelefonen stellt sich aus zweierlei Hinsicht als nicht ganz einfach dar. Zum einen verlangte eine ordnungsgemäße Ausrangierung der Altgeräte vom Verbraucher den Gang zu den so genannten Wertstoffhöfen. Denn durch die Bank alle Handys beinhalten zahlreiche verschiedene Inhaltsstoffe, die für Mutter Natur Gift in Reinkultur darstellen. Darüber hinaus sind die Entsorgungskosten je nach regionaler Lage ärgerlich hoch. Dementsprechend üppig ist nach wie vor die Zahl der Handys, die unbedacht ihre letzte Ruhe im Hausmüll finden und von dort aus fleißig weiter der Umwelt schaden können. Der Mobilfunk-Anbieter will nun seit Mitte der Woche gemeinsam mit verschiedenen Stellen der „Initiative Bürgerstiftungen“ eine Kampagne auf den Weg gebracht haben, mit der diese Umweltverschmutzung wenigstens deutlich geringer ausfallen soll. seit dem 19. August ist die Aktion „Handys stiften Zukunft“ nun im Gange, bisher hat sich die Nachfrage vielerorts wie gewünscht gut entwickelt in den ersten Tagen.
Handy-Nutzer profitieren dabei von der Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten. So können die Bürger an entsprechender Stelle nicht nur bei den eigenen Kosten für die Entsorgung erheblich sparen. Wichtiger ist fraglos der Synergie-Effekt, den die Bürgerstiftungen erzielen durch das Quasi-Partnerprogramm mit Vodafone. Verbraucher haben die Möglichkeit, kostenlose Altgeräte bei den Stiftungen abzugeben. Diese können durchaus wirklich alt oder gar defekt sein. Denn anders als bei anderen Umwelt-Modellen geht es nicht um die Möglichkeit, die Geräte etwa an Bedürftige oder Obdachlose zu verteilen (der kostenlose Notfall-Anruf ist bekanntlich ohnehin vor wenigen Wochen abgeschafft worden aus Kostengründen durch Fehlalarme). Vodafone nimmt vielmehr als Telekommunikationsunternehmen mit ökologischem Bewusstsein die Modelle entgegen und recycelt die Mobiltelefone.
Der daraus resultierende Erlös kommt natürlich nicht den ehemaligen Handy-Nutzern zugute. Denn am Ende des Recycling-Prozesses kommt der zweite positive Aspekt ins Spiel. Die Erlöse aus den Vorgängen gehen den verschiedenen Bürgerstiftungen. Vodafone selbst hatte als Unternehmen bisher mehr als 200 Bürgerstiftungen ins Leben gerufen, bei stetig steigender Zahl. Abgeben können die Bürger ihre Altgeräte allerdings auch direkt in einer der inzwischen über 1600 Vodafone-Filialen. Die Initiative ist dabei kein einmaliger Event, schon 2008 hatte Vodafone mit einem vergleichbaren Durchlauf gestartet, der bis zum Frühjahr dieses Jahres knapp 170.000 Euro in die Stiftungskassen bringen konnte. Das Recycling und Sammeln von alten Mobiltelefonen an sich spielt beim Anbieter schon seit mehreren Jahren eine wichtige Rolle. Und selbst wenn mit den Altgeräten nichts mehr zu verdienen ist, wird das Modell wenigstens ordnungsgemäß entsorgt, ohne als Kostenfaktor in den Portemonnaies der Verbraucher aufzutauchen.
23. August 2009 um 20:21
Finde es gut dass auch die Konzerne etwas für die Umwelt tun und man sich auch ohne Gesetzte und Vorschriften Seitens der Politik zum Handeln verpflichtet fühlt. Weiter so Vodafone!
10. Mai 2011 um 14:51
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