Sachen gibt es, die gibt es doch gar! Gedanken dieser Art mögen manchen Handynutzer durch den Kopf gehen, wenn sie die Meldungen zu denen technologischen Möglichkeiten lesen, die vom Hersteller Toshiba brandaktuell geschaffen wurden. Beim Wort Brennstoffzelle werden die meisten Verbraucher wohl an gänzlich andere Dinge als das Mobiltelefon und das Aufladen des Akkus denken.
Dennoch sorgt das neue Toshiba-Produkt für Aufsehen. Tatsächlich handelt es sich um eine Brennstoffzelle auf Methanol-Basis, die fürs Handy Strom liefern kann. die Stromversorgung selbst erfolgt laut Herstellerangaben über eine USB-Schnittstelle. Seine Arbeit verrichtet das neue Toshiba-Gerät namens Dynario mit einem gängigen Lithium-Ionen-Akku, in dem vor Weiterleitung der Stromreserven an das jeweilige Mobiltelefon die Energie zwischengespeichert wird.
Das System ist vergleichsweise schnell erklärt. Die Energie, die das Dynario für den Handy-Einsatz bereitstellt wird aus einer Mischung von Luft und besagtem Methanol geschaffen. Wer nun denkt, der Akku-Ersatz kann vom Laien mit Methanol-Nachschub aus dem Fachhandel oder der Apotheke an der Ecke kombiniert werden, wird leider enttäuscht vom Hersteller. So werden für den Einsatz des Dynario spezielle so genannte Cartridges benötigt. Diese wiederum sind einstweilen nur bei Toshiba und – noch ärgerlicher für fortschrittswillige Handy-Nutzer – zunächst nur auf dem japanischen Markt bzw. über den virtuellen Shop des Toshiba-Konzerns käuflich zu erwerben.
Zusätzlich ist die verfügbare Auflage im Testlauf auf eine Menge von 3000 begrenzt. Als entsprechendes Pendant zu einer normalen Ladung Strom für die Handy-Akku gibt der Hersteller eine Methanol-Menge von 14 Millilitern an. Der Kostenpunkt wird mit umgerechnet 220 Euro angegeben, dafür erhalten die Kunden allerdings nur das Dynario, für jeweils fünf Nachfüllpackungen Methanol werden nochmals 23 Euro berechnet. Pro Cartridges sind Reserven von 50 ml angegeben.
Sicherlich ist diese Art der Akkuaufladung nicht für den durchschnittlichen Handynutzer geeignet. Doch es ist ein weiterer Schritt in Richtung der – so oft als unerlässlich bezeichneten – neuen Wege zur Energiegewinnung, die auch bei der Nutzung des Mobiltelefons zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen wird nach Prognosen von Technologieexperten. Bei Interesse sollten die Konsumenten schnell zuschlagen. Offeriert wird die Brennstoffzelle nur bis zum 29. dieses Monats. Und wer kann schon von sich behaupten, eine eigene Brennstoffzelle für das Aufladen des Handys unterwegs zu besitzen!
23. Oktober 2009 um 11:51
wusste gar nicht dass so etwas schon Marktreif ist?! Auf jeden Fall ne coole Aktion