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Sep 21

Zwei Argumente waren schon frühzeitig im Umlauf, die erklären können, wieso sich die Lage auf dem Sektor Mobilfunk momentan eher rückläufig präsentiert. Denn einerseits hat die globale Wirtschaftskrise sicher einen großen Einfluss auf die Verkaufszahlen, denn so mancher Verbraucher wird sich gewisslich zweimal überlegen, ob die Anschaffung eines neuen Handys dringend notwendig ist oder ob das alte Gerät vielleicht doch noch für ein paar weitere Monate ausreichend sein könnte. Darüber hinaus sind in den USA und Europa die Absatzmöglichkeiten aus Sicht von Branchenkennern weitgehend ausgeschöpft. Neue Angebote und Technologien müssen her, um die Konsumenten wieder von Anschaffungsnotwendigkeiten zu überzeugen. Was nun letztlich die geeignete Erklärung für den derzeitigen Negativ-Trend sein mag. Klar ist, dass laut Aussagen des Marktforschungsinstituts IDC das 2. Quartal dieses Jahres spürbare Absatzrückgänge mit sich brachte.

Und zwar wiederholt, denn auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 verkauften die Hersteller und Netzbetreiber im Vergleich zum vorherigen Quartal 14 Prozent weniger Handys. Und genau in dieser Zahl liegt der tröstende Charakter – quasi als Glück im Unglück – für die Unternehmen der Branche. Denn der Rückgang seit Quartal 1 dieses Jahres ging der Absatz der Neugeräte nun nur noch um 6 Prozent zurück. Insgesamt wurden rund 42 Millionen Geräte auf den Märkten Westeuropas an den Mann bzw. an die Frau gebracht, noch im gleichen Quartal des Vorjahres lag dieser Wert bei etwa 44,2 Millionen Mobiltelefonen. Zu beobachten war für die Experten bei IDC auch etwas anderes: Die Verbraucher entdecken verstärkt die Smartphones für sich, die noch vor rund ein bis zwei Jahren eher etwas für die Businesskunden gewesen sind.

In dieser Sparte des Mobilfunkmarktes liegt das Wachstum bei 25 Prozent, während die klassischen Formate (wenn bei einem solch jungen Markt bereits von „klassisch“ gesprochen werden kann) unterm Strich 12 Prozent (33,2 Mio. Geräte) einbüßten. Unangefochten auf dem Treppchen ganz oben steht auch weiterhin der finnische Hersteller Nokia, der es immerhin auf einen Marktanteil von 36,3 Prozent bringt. Gefolgt vom Konkurrenten Samsung mit immerhin noch 28,9 Prozent Anteil. Nokia verbucht damit ein Minus von etwa 19 Prozent, während Samsung für sich 12 Prozent Plus notieren kann. IDC rechnet insgesamt bis zum Jahresende mit einem durchschnittlichen Rückgang von einem Zehntel für die gesamte Branche. Große Ausnahme derzeit: Der iPhone-Hersteller Apple. Das Unternehmen darf sich bei der neuen Generation seines Smartphone-Meilensteins über ein Wachstum von 600 Prozent im Quartal 2 2009 freuen.

 

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    1. Mr. P. sagt:

      Kein Wunder, schließlich gibt es immer mehr Handyanbieter und der Markt ist geradzu überflutet damit. Außerdem ist der Handymarkt schon weitestgehend gesättigt. Ich meine: Jeder hat Eins. Alles was die Verbraucher noch tun ist ab und an zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein neues Handy zu kaufen.

      Gruß,
      Mr. P.

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