Telekommunikation
Werbung
SMS verschicken
Sofort SMS senden
Jan 12

Tests und Forschungsergebnissen sprechen derzeit bezüglich der Auswirkungen von Handys auf den Organismus eine mehr als zweideutige Sprache. Für die Verbraucher ist die Sachlage in Punkto Risiken für die Gesundheit alles andere als leicht verständlich. Erst in der vergangenen Woche berichteten wir an dieser Stelle über die Tests an Mäusen, die keineswegs auf Gefahren, sondern eher auf positive Auswirkungen der Handy-Strahlung auf das Gehirn schließen ließen. Für die Verbraucher sind diese Tierversuche natürlich keineswegs eine zuverlässige Aussage über die Strahlungsauswirkungen auf den menschlichen Körper, auch wenn andere Studien zumindest mit heutigen Messmethoden keine Zunahme bei Hirntumoren und ähnlichen Erkrankungen erkennen lassen.

Dennoch sind die SAR-Werte als Aussage über die Strahlung der Mobiltelefone für viele Kunden sehr wohl ein Kriterium für den Einkauf. Frei nach dem Motto: Sicher ist sicher. Das Branchenmagazin CHIP Test & Kauf hat sich nun dieser Thematik angenommen und in der aktuellen Ausgabe eine Liste zusammengestellt, in dem mehr als 190 Geräte mitsamt ihrer Testergebnisse aufgeführt werden. Hinsichtlich der Strahlungswerte kann das Ergebnis nicht gerade überzeugen. Nur knapp jedes dritte Handy würde den „Blauen Engel“ – das Prüfsiegel für umweltschonende Waren – erhalten.

Die Obergrenze für den SAR-Wert liegt bei 0,6 Watt pro Kilogramm. Dieser Wert (SAR übrigens die Abkürzung für die Spezifische Absorptionsrate) gibt das Ausmaß an, mit dem das Mobiltelefon während eines Telefonats durch sein elektromagnetisches Feld auf den Körper des Nutzers wirkt. Grundsätzlich liegt der gesetzlich festgelegte Höchstwert bei einem SAR-Wert von 2 Watt pro Kilogramm (bestimmt vom Bundesministerium für Strahlenschutz). Dennoch hält mancher Experten die Erkenntnis für bedenklich, dass nicht einmal ein Drittel der in Deutschland von den Herstellern und Providern angeboten Geräte den deutlich geringeren Grenzwert zum Erhalt der Öko-Auszeichnung einhalten kann.

Der niedrigere Wert wird in Deutschland von der Jury Umweltschutz und dem Bundesumweltministerium vorgegeben. Unverständlich ist für die Experten vor allem, weshalb die bekannten Hersteller jeweils mindestens ein strahlungsarmes Gerät in ihren Produktpaletten haben, aber bei den Neugeräten nicht grundsätzlich auf die Einhaltung des geringeren Wertes achten. So erreicht etwa der Hersteller Samsung mit seinem Modell SGH-G800 einen erfreulich niedrigen Wert von nur 0,19 W/kg. Bis auf Apple haben im Grunde alle Anbieter solche Modelle im Sortiment, und Apple selbst liegt mit einem Wert von 0,63 Watt pro Kilogramm mit seinem iPhone 3GS im Bereich des Möglichen.

Ungeachtet allen Testergebnissen und Forschungsarbeit raten Handy-Kenner den Verbrauchern zum Kauf von Geräten, die einen möglichst geringen SAR-Wert erzielen. Und auch die CHIP-Tester sprechen vergleichbare Kaufempfehlungen aus. Schon allein deshalb, weil die Geräte-Daten auf den Verpackungen unter idealen Umständen gemessen werden. Bei Gespräch mit schlechter Verbindungsqualität erhöht sich der Messwert der Sendeleistung und der Strahlung aber zum Teil deutlich. Selbst beim Gebrauch eines Headsets. Und solange es keine gesicherten Langzeitstudien zur Strahlungsgefahr gibt, ist dieses Merkmal für den Gerätekauf vielleicht durchaus nicht unwichtig.

 

ähnliche Beiträge

  • » Kostenlos surfen bei Mc Donalds
  • » Nokia Air & Style
  • » Vorratsdatenspeicherung durch Bundesrat bestätigt
  • » Adventskalender bei E-Plus
  • » T-Mobile vs. Vodafone- Streit geht weiter!
  • Einen Kommentar schreiben