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Jan 02

Bereits seit einigen Wochen wurde immer wieder in den bekannten Nachrichtenportalen über den zunehmend vehementer werdenden Streit zwischen dem finnischen Handyhersteller und weltweiten Marktführer und den Anbieters des wohl erfolgreichsten Mobiltelefons iPhone, dem US-amerikanischen Konzern Apple. Den Anfang hatten die Finnen selbst gewagt, als man Apple etlicher Verstöße gegen geltendes Patentrecht beschuldigte. Der Hersteller Apple soll widerrechtlich etliche Patente des Konkurrenten Nokia bei der Entwicklung eingesetzt haben, ohne die dafür anfallenden Lizenzgebühren zu bezahlen, wie es insgesamt von gut 40 anderen Branchenvertretern mehr oder minder bereitwillig tun.

Die erste Klage von Seiten Nokias liegt nun einem Bundesgericht in den USA bereits rund zwei Monate zurück, infolge dieser Klage hatte Apple seinerseits ebenfalls Vorwürfe gegen Nokia in ähnlicher Form geäußert. Im Hause Nokia setzt man nun erneut Akzente bezüglich der anstehenden juristischen Auseinandersetzungen. Inzwischen ist klar: Nokia kritisiert Apple nun abermals heftig. Im Rahmen einer neuen Beschwerde, die der Hersteller vor der ITC, der Internationalen Handelskommission der Vereinigten Staaten eingereicht hat, geht es mittlerweile nicht mehr einzig um das iPhone.

Apple soll sich auch bei der Produktion und Entwicklung von MP3-Playern und Computern bei der Technologie von Nokia bedient haben, ohne dafür die üblichen Gebühren zu entrichten. Im Hause Nokia erwartet man schon bis Monatsende eine Entscheidung durch die ITC. Inhalt der Beschwerde und der Stein des Anstoßes sind insgesamt sieben Nokia-Patente, gegen die Apple verstoßen haben soll.

Nach Aussagen des Patenteigentümers handelt es sich bei diesen Patenten nicht um irgendwelche Patente, sondern um nichts anderes als wegweisende Entwicklungen. Die Patente beziehen sich nach jetzigem Stand der Dinge sowohl auf die Benutzeroberflächen von Rechnern und Mobiltelefonen, darüber hinaus geht es aber auch Kameras, spezielle Antennentechniken und die Energieverwaltung. Eine Alternative zu den rechtlichen Schritten sehen die Finnen nicht, denn es geht darum, die eigenen zukunftsträchtigen Entwicklungen vor unbefugter Nutzung durch Dritte zu schützen.

Dass die Finnen die Bereitschaft zu solch harter Vorgehensweisen zeigen, hat einen guten Grund. Unter den Patent-Inhabern ist das Unternehmen seit Jahren die Nummer ein. Seit Beginn der 1990er Jahre hat der Konzern gut 40 Milliarden Euro dafür ausgegeben, in immer neuen Bereichen zu forschen und weitere Technologien im Bereich der Wireless Kommunikation zu entwickeln. Mit diesem Engagement hat das Unternehmen maßgeblich entscheidende Möglichkeiten für die weltweite Telekommunikationsbranche eröffnet. Werden die Lizenzen nicht gezahlt von den anderen Herstellern, kann Nokia zukünftig weniger investieren. War die Klage noch ein durchaus nicht unüblicher Schritt auf dem Markt, wird die ITC-Beschwerde von Experten als endgültige Eskalation zwischen den beiden Unternehmen eingeschätzt.

 

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