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Mrz 01

Bei uns in Deutschland profiliert sich das mobile Internet erst allmählich, die Angebote großer Nachrichtenportale für unterwegs kommen erst ganz langsam auf den Markt. In anderen Ländern sind Online-News hingegen bereits jetzt nicht nur eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Print-Zeitungen, sie haben ihnen in manchen Bereichen sogar bereits die Führungsposition streitig machen können. Dass insbesondere diejenigen gerne online Nachrichten abrufen, die ohnehin sehr technikaffin sind, ist kaum verwunderlich. Doch auch Durchschnittsverbraucher nutzen immer öfter das (mobile) Internet. Nicht zuletzt deshalb, weil die dort bereitgestellten Informationen logischerweise fast immer deutlich aktueller sind als in den normalen Tageszeitung.

In den USA hat das Forschungsinstitut Pew nun eine Umfrage zum Thema Online-Nachrichten unter insgesamt mehr als 2.200 Erwachsenen durchgeführt. Dieser Umfrage zufolge nutzen inzwischen 61 Prozent der US-Bürger das Internet als primäre Quelle für den Informationserhalt. Stärker genutzt wird nur noch das nationale oder lokale TV-Programm, dieser Service wird von 78 bzw. 71 Prozent der Umfrageteilnehmer als häufig genutztes Medium für den Erwerb von tagesaktuellen Meldungen genannt. Einmal zeigt die Studie auch die Macht der großen Anbieter von Online-Medien.

Ob normales Web oder Handy-Internet: Die Mehrheit der Nutzer sucht die relevanten News bei Google, AOL und ähnlichen Anbieter. Während lokale Zeitungen immerhin noch von jedem zweiten Teilnehmer der Umfrage gelesen werden, liegt der Wert bei den nationalen Tageszeitungen bereits nur noch bei kläglichen 17 Prozent. Im Bereich des mobilen Internet nutzen aktuell etwa 25 Prozent der Befragten die Möglichkeit, sich auf diesem Wege per Handy Nachrichten zu beschaffen.

Die Quote der Handynutzer in den USA, die das mobile Web nutzen, liegt mittlerweile bei etwa 37 Prozent, in der Altersklasse unter 50 Jahren beläuft sich dieser Wert sogar auf 43 Prozent. Interessant: 72 Prozent der Nutzer des mobilen Webs lassen sich regelmäßig über das Wetter informieren. Erst auf dem zweiten Platz folgen wichtige tagesaktuelle Meldungen. Eine aktuelle Veränderung lässt sich auch beim mobilen Zeitunglesen beobachten: Immer öfter (80 Prozent) lassen sich die Nutzer über soziale Netzwerke von wichtigen Nachrichten in Kenntnis setzen. Die Initiativsuche nach individuell wichtigen Informationen verliert also an Bedeutung.

Auch hierzulande springen viele Unternehmen – vor allem Verlage und große Nachrichtenmagazine – zunehmend auf den Zug der Handy-Applikationen auf. Denn die User sind durchaus bereit, für hochwertige Angebote im (Handy-) Web etwas zu bezahlen. Das bestätigt eine aktuelle Befragung in verschiedenen europäischen Ländern, darunter Spanien, Norwegen und Deutschland. Etwa 60 Prozent der Nutzer könnten sich mit einer Nutzungsgebühr anfreunden. Wenn die Qualität stimmt, darf der Service etwas kosten. Anders übrigens in Ländern wie Großbritannien und den USA. Dort wären nur etwa 48 Prozent der Internetnutzer mit einer Gebühr einverstanden. Ebenfalls wissenswert: Gerade solche Leser nutzen gerne das Internet als Nachrichtenbezugsquelle, die ohnehin bereits eine Tageszeitung beziehen.

 

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