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Feb 16

Sollten die Bestrebungen der Mobilfunkbranche am Ende wirklich die gewünschte Richtung einschlagen, wäre es der Schaden der Verbraucher nicht. Denn bisher lässt die flexible Handhabbarkeit und Kompatibilität von Geräten und Programmen verschiedener Hersteller in vielen Fällen doch ziemlich zu wünschen übrig. Dabei würden sich viele Verbraucher nur allzu gerne die jeweiligen Vorzüge der zahlreichen unterschiedlichen Programme zunutze machen, wenn es darum geht, dass eigene Handy oder Smartphone individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Einsatzgebiete einzustellen.

Im Rahmen des World Mobile Congress in Barcelona kündigten die Vertreter der internationalen Mobilfunkbranche nun an, in der Zukunft unabhängig von Systemen, Herstellern und Providern Software für die mobile Kommunikation anbieten zu wollen, um den Endverbrauchern und nicht zuletzt auch den Entwicklern mehr und besseren Service bieten zu können. insgesamt gehören derzeit rund zwei Dutzend internationale Unternehmen dem Bündnis an, das sich für die Schaffung einer einheitlichen Plattform für alle Programme einsetzt. Hierzulande ist der Zusammenschluss unter anderem durch die Deutsche Telekom vertreten, aus Frankreich hat sich der Anbieter Orange angeschlossen.

Ein gemeinsamer Standard für alle Handys und Programme – für manchen User wäre eine solche Errungenschaft zu schön um wahr zu sein. Eine Lösung dieser Art scheint allerdings für manchen Experten weniger innovativ als schlichtweg notwendig in der heutigen Zeit, in der immer mehr Hersteller Handys als Multimedia-Wunderwerke auf den Markt bringen, für die sie zudem in eigenen Shops die so genannten Apps anbieten. Bisher sind die Programme meist nur auf den jeweiligen Geräten der einzelnen Hersteller verfügbar und einsatzbereit. Letzten Endes schneiden sich die Hersteller auf diese Weise von zahllosen potentiellen Kunden ab, die ihrerseits manche Software gerne nutzen würden, weil sie beim eigenen Hersteller in dieser Form nicht erhältlich ist.

Doch aufgrund unterschiedlicher Standards mangelt es an der hierfür nötigen das Netz und die Hersteller übergreifenden Flexibilität. Die beteiligten Unternehmen haben somit wohl nicht nur die Interessen der Handy-Nutzer im Hinterkopf, sondern erhoffen sich Nutzer anderer Hersteller-Geräte als potentielle eigene Neukunden. Am Ende des Konzeptes könnte faktisch tatsächlich eine globale Lösung stehen, denn auch chinesische (China Mobile) und US-amerikanische Konzerne wie Verizon Wireless sind involviert.

Neben der rein technischen bei der Verwendung der Handy-Software will man laut einem Statement der Telekom zwischen den internationalen Telefonanbietern auch an einem einheitlichen Abrechnungssystem arbeiten, um die finanzielle Seite zu regeln. Als Geräte-Hersteller sind derzeit Sony Ericsson (Ericsson übrigens bald selbst mit dem eigenen eStore im App-Geschäft im Internet vertreten), LG und Samsung mit an Bord, des Weiteren fördert die Branchenvereinigung GSM Association das Vorhaben.

 

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