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Okt 16

Glaubte man als Verbraucher allen Empfehlungen, die im Handel in den unterschiedlichen Branchen als unbedingt notwendig und unerlässlich für die Kunden angepriesen wird, wären die monatlichen Fixkosten bei vielen Konsumenten wahrscheinlich kaum zu finanzieren.

Wie überflüssig vor allem spezielle Versicherungspolicen sein können, wurde erst kürzlich von Verbraucherschützern für den Bereich der Kreditkarten dargelegt. Doch im Mobilfunk gibt es aktuelle Aussagen zum Nutzen von Policen, die den Kunden von Anbietern nur allzu gerne ans Herz gelegt werden. Die Stiftung Warentest hat sich nun auch mit diesem Thema befasst.

Die Ergebnisse lassen wohl so manchen Handy-Besitzer aufhorchen, der bisher an einen klugen Schachzug dachte, wenn er oder sie sich für eine Handy-Police entschied. Doch die detaillierte Betrachtung der Tester bringt ans Tageslicht, was viele längst geahnt haben. Eine wirkliche Hilfe sind viele Versicherungsangebote für die Konsumenten leider nicht. Die beiden triftigsten Argumente gegen den Abschluss der Policen sind einerseits die Kosten, andererseits die Tatsache, dass die Versicherungsanbieter bereits im Vorfeld etliche typische Gefahren fürs Handy aus dem Versicherungsportfolio ausklammern.

Problematisch ist etwa die Art der Kostenübernahme. Denn geht ein Mobiltelefon verloren oder wird es geklaut, bekommen die Versicherungsnehmer keineswegs grundsätzlich ein Neugerät. Die Regel ist eher die Erstattung des Zeitwertes. Angesichts der rasanten technischen Entwicklungen auf dem Handymarkt und des daraus resultierenden Preisverfalls, kann man sich an den Fingern einer Hand abzählen, wie hoch die Erstattung im Schadensfall mitunter ausfällt. Die Warentester bezeichnen ihre eigene Position zu den Handy-Versicherungen selbst als skeptisch. Schuld an dieser Skepsis sind unter anderem die unklaren Richtlinien für die Haftung.

So haften die Diebstahl-Policen etwa in der Regel nur bei einer sicheren Aufbewahrung des Handys durch den Eigentümer. Deutliche Aussagen dazu, was das Wörtchen „sicher“ eigentlich im Kontext bedeutet, finden sich nur in Ausnahmefällen. Auch bei Schäden durch Feuchtigkeit fühlen sich Verbraucher oftmals getäuscht von ihrem Versicherer. So haftet die Versicherung vielfach nur bei Schäden, die nicht witterungsbedingt sind. Kritisch eingestuft werden bei den Policen darüber hinaus die Laufzeiten. Sie belaufen sich meist auf zwei Jahre und mehr. Wird jedoch nur der Zeitwert erstattet, stehen die Kosten für die Police in keiner gesunden Relation zum erstatteten Wert.

Zudem finden sich häufig Selbstbeteiligungen in den AGB der Versicherungsgesellschaften. Zusammen mit den monatlichen Gebühren für den Erhalt des Versicherungsschutzes wäre der selbst getätigte Neukauf möglicherweise in vielen Fällen kaum teuerer. Zumal die typischen Schäden infolge von Vergessen oder schlicht durch den Verschleiß am Gerät gar nicht in den Haftungsrahmen der Policen eingeschlossen sind. Sinnvoller ist es aus Sicht der Experten dementsprechend eher, bei der Auswahl der Hausratversicherung auf eine entsprechende Klausel für den Versicherungsschutz des Handys Wert zu legen.

 

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