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Feb 20

Schon allein der Gebühren wegen wäre es manchem Mobiltelefon-Hersteller sicher nicht unbedingt unangenehm, wenn die Verbraucher deutlich häufiger auf die Versandmöglichkeit MMS setzten, um Freunden und Bekannten einen kleinen digitalen Gruß zukommen zu lassen. Die Aussagen einer aktuellen repräsentativen Umfrage allerdings lassen durchblicken, dass die Nutzer hierzulande eher wenig begeistert von den Möglichkeiten des Foto-Versandes sind. Durchgeführt wurde die Umfrage für das Unternehmen The Phone House durchgeführt, das seinen deutschen Hauptsitz im schönen Münster hat.

In der befragten User-Gruppe der Deutschen im Alter von 14 bis 65 Jahren gaben die Befragten zu Protokoll nur selten selbst geknippste Fotos auch zu versenden. Nur knapp 17 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, wenigstens hin und wieder MMS als Technologie zu nutzen. Ein müdes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass etwa die Hälfte der Handynutzer grundsätzlich Schnappschüsse mit dem Handy macht. Deutlich gefragter ist dabei inzwischen das mobile Internet, das immerhin von fast einem Drittel (32 Prozent) der deutschen Handy-Eigentümer regelmäßig frequentiert wird.

Regelmäßig – in der Studie bedeutet dies, die Nutzer surfen wenigstens einmal pro Monat im Web vom Handy aus per GPRS oder bei den modernen Smartphones sogar per UMTS. Noch in vergangenen Umfragen aus den letzten Jahren lag dieser Wert teils deutlich niedriger. Das Handy-Web ist also auf einem guten Weg, auch in Deutschland eine feste Institution zu werden. Ein Grund hierfür ist in jedem Fall die mittlerweile deutlich geringeren Kosten für den Datentransfer, während die MMS mit Kosten von nach wie vor mehrheitlich etwa 39 pro Nachricht bisher nicht wesentlich preiswerter geworden sind. Nicht einmal fünf Prozent gehören inzwischen noch zu denen, die das Handy nur für den Notfall einsetzen und nicht einmal telefonieren oder SMS versenden. Bei der Mehrheit – nämlich gut 84 Prozent der vom Marktforschungsinstituts Innofact befragten 1041 deutschen Mobiltelefon-Nutzer aus deutschen Landen – gehören Kurznachrichten mittlerweile zum alltäglichen technischen Standard, auch hier wird mehrmaliges Schreiben einer SMS als ausreichend angesehen, um als regelmäßige Nutzung eingestuft zu werden.

Dass der Grund für die geringe Nutzung von MMS eher in den anfallenden Kosten als in fehlenden technischen Interesse der Kunden zu finden ist, lässt sich auch daran festmachen, dass immer mehr Nutzer in allen Altersklassen ihr Handy auch als Mp3-Player (immerhin 42,6 Prozent der Teilnehmer der Phone House-Umfrage) nutzen oder mit einem Anteil von 30,8 Prozent verstärkt auch die Handy-Spiele ein wichtigere Rolle als Zeitvertreib spielen. In diesem Punkt sind es ohne Frage eher die jungen Nutzer, die das Handy als eine Art Multifunktions-Spielkonsole erkannt haben.

 

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