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Aug 18

Die Mobilfunk-Kapazitäten sind in der vermeintlichen westlichen Welt und in Asien extrem schnell unter den verschiedenen Anbietern verteilt worden, die Entwicklungsmöglichkeiten halten sich daher momentan in einem eher überschaubaren Rahmen. Das zeigten auch die kürzlich veröffentlichten Daten des Branchenverbandes Bitkom. Dementsprechend nimmt die Suche nach neuen Märkten viel Zeit für die Unternehmen der Handybranche in Anspruch. Der indische Anbieter Reliance Communications hat nun den afrikanischen Markt als neuen Standort für die eigene Expansion erkannt. Um vor Ort Fuß zu fassen, zieht Indiens Nummer zwei unter den Mobilfunk-Konzernen aktuell die Übernahme des kuwaitischen Telekommunikationsunternehmens Zain in Betracht, um die Expansion zügig auszubauen.

Als möglicher Kaufpreis stehen derzeit rund zehn Milliarden US-Dollar im Raume. Inwieweit aus den laut Insidermeldungen bereits laufenden Verhandlungen ein positives Ergebnis hervorgehen kann, sei dahin gestellt. Tatsächlich müssen auch europäische Anbieter von Mobilfunk-Dienstleistungen erkennen, dass die Wachstums-Chancen auf den heimischen Märkten mittlerweile eher gering ausfallen. Die Nachfrage war über Jahre zwar enorm. Doch der Bedarf wurde durch rasante technische Entwicklungen zügig gedeckt. Für die Inder ist der Übernahmegedanke daher kein neuer. Schon 2008 wollte sowohl Reliance Communications, aber auch der Mitbewerber Bharti Airtel, in das afrikanische Mobilfunkgeschäft einsteigen.

Damals jedoch waren die Pläne gescheitert. Europäische und amerikanische Anbieter halten sich mit Investitionsvorhaben bisher verhalten zurück. Doch Insider erwarten auch aus Amerika und Europa Pläne vergleichbarer Art. Denn die Konzerne müssen sich verstärkt wegen der ausbleibenden Gewinnsteigerungen in der Heimat nach alternativen Einnahmequellen umschauen, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Aus Indien gibt es einstweilen aber noch keine genauen Stellungnahmen zum angeblichen Angebot der Übernahme der Mobilfunk-Sparte des kuwaitischen Unternehmens Zain. Zain hatte seinerseits vor einiger Zeit bekannt gegeben, man könne sich unter Umständen den Verkauf des Afrika-Business vorstellen.

 

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