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Okt 18

Nachdem erst in der vergangenen Woche der Chef des Netzbetreibers O2 von einem sehr wahrscheinlichen gravierenden Umbruch des Mobilfunksektors und insbesondere der Beschaffenheit der Verträge gesprochen hatte, äußert sich in ähnlicher Weise nun auch Christoph Vilanek, seines Zeichens Chef des Dienstleisters Freenet.

Vilanek bezieht sich bei seinen Prognosen über einen Wandel des Marktes allerdings weniger auf das Verschwinden von Postpaid-Verträgen mit langen Laufzeiten oder das Ende von subventionierten Handys, sondern auf die zu erwartenden Einbrüche bei den Mobilfunk-Umsätzen. In einem zeitlichen Rahmen von einem bis zwei Jahren erwartet der Experte deutlichen Schwund bei den Umsätzen der Branchenvertreter.

Nicht nur die großen Konzerne werden von den neuen Rahmenbedingungen betroffen sein, so der Freenet-Chef. Ausgelöst werden diese sinkenden Einnahmen zu einem guten und großen Teil von der globalen Wirtschaftskrise. Darüber hinaus schreibt Vilanek auch dem aggressiven Verfall der Minutenpreise auf dem Mobilfunk-Markt einen starken Einfluss auf die derzeitigen Entwicklungen zu. Dass diese Einschätzung durchaus ihre Berechtigung hat, zeigt sich zum einen daran, dass auch wissenschaftliche Experten für den Bereich der Telekommunikation und des Handy-Segments im Speziellen gleicher Ansicht sind.

Zudem haben bereits die ersten beiden Quartale des Jahres 2009 Grund zur besagten Entwicklung gegeben. Rund drei Prozent hat die Branche bis Ende Juni bereits eingebüßt. Einer der Profis, die sich mit der Frage nach weiteren Verlusten befasst haben, ist der Telekommunikationsprofessor Torsten Gerpott, der davon ausgeht, dass schon bis zum Ende dieses Jahres bis zu sechs Prozent als Minus in den Konzernbilanzen zu finden sein könnten.

In jedem Fall wird es mit großer Wahrscheinlichkeit bei den bisherigen drei Prozent Rückgang bleiben. Ärgerlich ist die Entwicklung bei den Konditionen auf dem deutschen Markt übrigens vor allem für die Kunden, die noch für eine ganze Weile an ihre laufenden Verträge gebunden sind. Denn die sinkenden Kosten für Gesprächsminuten und den Versand von SMS werden in der Regel nur bei neuen Vertragsmodellen angeboten. Ohnehin erwarten viele Branchenkenner, dass die typischen Handy-Angebote mit Mindestlaufzeiten mittelfristig verstärkt vom Markt verschwinden könnten, schon jetzt sind die Konditionen bei vielen Prepaid-Produkten deutlich günstiger als bei langläufigen Vertragsbindungen.

 

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