Telekommunikation
Werbung
SMS verschicken
Sofort SMS senden
Suche
Okt 25

So unterhaltsam und interessant die spielerischen Möglichkeiten der heutigen Handys für die Nutzer sind. Unterschätzt werden bisweilen die Chancen, die sich im Bereich der Sicherheit durch Mobiltelefone etwa über Ortungsprogramme bieten können. An diesem bisherigen Status könnte sich bald durch die Forschungsansätze des bekannten Institutes Fraunhofer IML in einer engen Kooperation mit dem Unternehmen für Navigations-Programme proTime einiges zum Guten ändern.

Gemeinsam arbeitet man derzeit einem so genannten Rettungsnavigator, durch dessen Einsatz zukünftig Opfer von Lawinen über ihre mitgeführten Mobiltelefone ausfindig gemacht und im besten Falle rechtzeitig gerettet werden könnten. Noch immer sterben jedes Jahr viele Skifahrer und Wanderer in den weltweiten Skigebieten, weil sie nach wie vor auf die Mitnahme eines so genannten Lawinenpiepsers verzichten.

Verwendet werden für die Planung und Realisierung des neuen Rettungssystems Daten, die über das in europäischer Zusammenarbeit aufgestellten Navigationssystems Galileo auf Satellitenbasis zusammengetragen werden. Ergänzend sollen regionale Daten eingebunden werden. Schon vor knapp zwei Jahren waren das SAR Lawine Navigator-Projekt erste Schritt in dieser Richtung erlaubt. Das neue Projekt basiert nun auf den bisherigen Fakten der Forschung.

Das wesentliche Problem bei der Bergung Überlebender nach einem Lawinenunglück ist nach wie vor der Zeitfaktor. Nur bis etwa 30 Minuten nach dem Zwischenfall bestehen gute Überlebenschancen für die Opfer nach Aussage der Forscher. Das neue Projekt des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML könnte die Ortung von Opfern deutlich beschleunigen und zwar mit einer extremen hohen räumlichen Treffsicherheit. So jedenfalls das Ziel der Forscher aus Dortmund. Verwendet werden sollen elektronische Feldsignale des Handys der Verschütteten, deren Ausgangspunkte mithilfe eines speziellen Algorithmus berechnet werden können soll am Ende des Projektes.

Einbinden will man später auch GPS Daten und das System Glonass aus Russland. Den ersten Preis hat das Institut in Form des Bayerischen Regionalpreises der European Satellite Navigation Competition für das Jahr 2009 bereits für das Projekt einfahren können. Sollten die Pläne in der erhofften umsetzbar sein, wäre dieses neue Programm zur Ortung von Lawinenopfern ohne Frage eine große Hoffnung, um die Zahl der Opfer deutlich senken zu können. Vorausgesetzt, die Wintersportler nehmen auch weiterhin wie bisher ihr Handy mit auf die Piste.

 

ähnliche Beiträge

  • » Freenet-Chef sagt weiter sinkende Mobilfunk-Umsätze vorher
  • » Kaum Nutzen bei Extra-Versicherung für Handy-Nutzer
  • » Grüne fordern bessere Maßnahmen gegen Handy-Diebstahl
  • » Wettbewerbskommissarin weist auf Probleme bei Frequenz-Auktionen hin
  • » Handyverbots-Entwurf für Schulen in Frankreich auf dem Weg
  • Einen Kommentar schreiben