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Dez 31

Nicht nur beim bekannten Axel-Springer-Verlag regte sich nicht gerade geringer Widerstand, als die ersten Meldungen über eine Handy-Applikation aufkamen, die Handy-Nutzern kostenlosen Zugang zu den Inhalten des Tagesschau-Portals bereitstellen soll. bereits in den vergangenen Wochen wurde vermeldet, dass die Sendeanstalt ihr traditionelles Nachrichtenformat nun endlich auch ins digitale Zeitalter transportieren möchte. Und zwar zunächst – wie könnte es denn anders sein – in Form einer Applikation für das iPhone Apple.

Dagegen haben die Mitbewerber um die Gunst der Mobile Web-Nutzer zunächst einmal nichts einzuwenden. Dass sie selbst aber ihre Web-Produkte fürs Handy kostenpflichtig anbieten, während die Tagesschau unentgeltlich aufs Handydisplay kommen soll, passt vielen Verlagen so gar nicht ins Konzept. Von einer Verzerrung des Marktes war dementsprechend frühzeitig von Seiten des Springer-Verlages und anderer Anbietern von Nachrichten-Portalen und Zeitungsausgaben im mobilen Internet die Rede gegenüber den Plänen der Rundfunkanstalt.

Tagesschau-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke wehrt die Kritik nun aber ab im Blog des allabendlichen Nachrichtenformates. Dabei lässt Gniffke sehr wohl Verständnis für die Konkurrenz durchblicken, weist die Kritikpunkt aber von sich. Als Argument für das kostenlose Angebot spräche unter anderem, dass der Inhalt im mobilen Web den Inhalten entsprechen wird, der auch im klassischen Web zu finden ist. Dieser Content ist schließlich auch kostenlos abrufbar für Verbraucher.

Dass man einen solchen mobilen Dienst überhaupt anbieten will, liegt in erster daran, dass die neue Handy-Software bei der Erfüllung eines Informationsauftrages für die öffentlich-rechtliche Station ARD auch auf diesem moderne Wege ermöglicht, damit Handynutzer ebenfalls stets aktuelle Meldungen in der gewohnt hohen journalistischen Qualität geboten bekommen. Mit diesem Verweis ist denn eigentlich bereits die Kritik, die Applikation komme einer Verschwendung von Geldern der Gebührenzahler gleich, aus der Welt entkräftet.

Laut dem Tagesschau-Chef entstehen also weder zusätzliche Gebühren für die Leser, ebenso wenig könne von ständigen Kosten gesprochen werden, denn der Aufwand sei eher einmaliger Programmierungs-Natur. Einen kleinen Seitenhieb kann sich der Autor des Blog-Eintrags zur Frage nach der Notwendigkeit einer Handy-Applikation der Tagesschau aber nicht verkneifen. So verstehe man sehr gut, dass die Redakteure und Journalisten bei den Verlagen mitunter in einer schwierigen Arbeitssituation steckten, verantwortlich sei für diese Missstände aber nicht die Tagesschau. Es besteht also kein Zweifel, dass die beliebteste deutsche Nachrichtensendung zukünftig viele Fans des Handy-Internets auf dem Laufenden halten wird.

 

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