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Feb 10

Immer mehr Nutzer entdecken die so genannten sozialen Netzwerke für die eigenen privaten wie auch beruflichen Zwecke. Das bestätigt dieser Tage die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit, die auch im Rahmen ihrer Prognosen von einem weiterhin erheblichen Zuwachs bei den Nutzerzahlen in diesem Bereich ausgeht. Die ENISA versäumt jedoch anlässlich des Safer Internet Day nicht, auch auf die steigenden Sicherheitsrisiken hinzuweisen, die sich aus den Angeboten im Sektor Social Media für die Verbraucher in steigendem Maße ergeben. Zumindest dann, wenn sie nicht die nötige Bereitschaft mitbringen, einige wesentliche Vorkehrungen im Sinne der eigenen Sicherheit zu beherzigen und stattdessen allzu offen mit ihren persönlichen Daten umzugehen.

Besonders gefährlich könnte es für die Handy-Nutzer werden in den kommenden Jahren, da auch im mobilen Internet immer öfter kriminelle Tätigkeiten registriert werden mit dem Ziel, Personendaten auszuspionieren und diese zum Zwecke von Schädigungen der User zu missbrauchen. Die ENISA hat aufgrund dieser Beobachtungen und Erwartungen nun für die Arbeit innerhalb der sozialen Netzwerke nun Empfehlungen für die privaten und gewerblichen Nutzer herausgegeben, bei deren Einhaltung der Besuch in Portalen wie Twitter, StudiVZ und Co deutlich sicherer vonstatten gehen kann. Vermeiden sollten insbesondere die Handynutzer die Angabe ihres korrekten Namens, stattdessen sollten sie Pseudonyme verwenden, wenn sie sich in den Portalen registrieren und anmelden, um so die eigene Identität zu schützen.

Um Freunde und Bekannte über das verwendete Pseudonym zu informieren, sollten andere Wege genutzt werden, wenn besagte Personen nicht ohnehin wissen, wer sich hinter den Nicknamen verbirgt. Wer im mobilen Web surft, sollte auf Anraten der Agentur möglich darauf verzichten, ortsbezogene Dienste einzusetzen und diese oftmals vorinstallierten Services sogar vom Handy löschen. Vorausgesetzt, die Programme müssen nicht unbedingt verwendet werden. Insgesamt hat die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit einen Katalog mit „17 goldenen Regeln“ zusammengefasst, der einen bewussten und sicheren Umgang mit Daten in Social Communities verschaffen soll.

Vertrauliche Daten, so die Agentur, haben grundsätzlich nichts im Web zu suchen. Ratsam ist auch, Freundesanfragen von unbekannten Usern zu verweigern. Um sich vor Spam-Mails zu schützen, sollten die Nutzer zudem darauf verzichten, geschäftliche oder privat oft genutzte Mail-Adresse anzugeben beim Registrierungsprozess. Auch sollte möglichst jeweils ein Profil für private und eines für berufliche Zwecke genutzt werden.
Angestellte sollten auf jeden Fall bei Statements zum Arbeitgeber Vorsicht walten lassen.

Aktuell sind der Agentur zufolge mehr als 210 Millionen Menschen in den verschiedenen sozialen Netzwerken mit Profilen vertreten. Schon jetzt sind mindestens 65 Millionen User mit Geräten ausgerüstet, die den Zugang zu den Communities über das mobile Handy-Web erlauben. Diese Zahl wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden drei Jahren mehr als verdoppeln, so die Prognosen der Experten. Mit der wachsenden Zahl der Nutzer steigt auch die Gefahr, Opfer von kriminellen Handlungen zu werden. Denn vor allem die mobilen Lösungen bieten verstärkt Angriffsmöglichkeiten für Dritte.

 

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