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Jan 07

Eigentlich ist eine klare und vor allem positive Rückmeldung aus der Forschung bezüglich der Auswirkungen von Mobilfunk-Strahlung eher selten. Tendenziell handelt es sich dabei grundsätzlich höchstens um Meldungen mit dem Wortlaut „mit den heutigen Messmethoden können wir keine endgültigen Aussagen treffen“. Umso verblüffender mutet denn auch die Meldung an, die sich auf die Ergebnisse von Tierversuchen bezieht, bei denen die Auswirkung der Strahlung von Mobiltelefonen bezieht.

Getestet wurde, inwieweit die Strahlung der Handys auf Mäuse wirkt. Objekt der Untersuchung waren einerseits vollkommen gesunde Mäuse, andererseits erforschten die Forscher die Wirkung der Strahlung auf solche Mäuse, die mittels Gentechnik mit den typischen Merkmalen einer Alzheimer-Erkrankung ausgestattet waren. Mit dem Ergebnis: Bei beiden Untersuchungsgruppen wurde eine positive Beeinflussung der Leistung des Gedächtnisses der „Probanten“ analysiert.

Wie immer im Verlauf solcher Studien muss nun geprüft werden, ob und wie die Forschungsergebnisse auch auf menschliche Handy-Nutzer übertragen werden können. Generell verblüfft die Studie. Denn bisher konnte in Studien höchstens festgestellt werden, dass die elektromagnetische Strahlung der Handys grundlos so oft für Angst bei den Nutzern führt. Insbesondere deshalb, weil rein wissenschaftlich bisher nicht nachweisbar ist, wie die Strahlung der Geräte auf den Organismus wirken könnte.

Umso größer ist das Medienecho nun, weil die Mäuse positiv auf die Strahlung reagierten. Die an der University of South Florida zu Tampa durchgeführte Studie betrachtete insgesamt rund 100 Mäuse, die in der direkten Umgebung einer Mobilfunkantenne in Käfigen lebten. Von der herkömmlichen Antenne ging eine elektromagnetische Strahlung im Frequenzbereich von 918 Megahertz aus. Laut den Forschern entspricht die Strahlungsdosierung mit einem Umfang von 0,25 Watt je Kilogramm der beim Telefonieren üblichen Strahlungsmenge.

Selbst ältere Labormäuse brachten es nach einigen Monaten auf Testergebnisse, die denen gesunder Tiere vor dem Test in nichts nachstanden. Und besser noch: Die gesunden tierischen Teilnehmer erzielten ihrerseits ebenfalls bessere Gedächtnisleistungen als ohne die regelmäßige Bestrahlung. Handys als Gedächtnistraining der besonderen Art? Für die Forscher selbst ist die Studie mehr als unerwartet ausgegangen. Die Ausgangsthese zu Beginn der Studie bezog sich auf die Erwartung, dass die Tiere Schäden davon trügen, so der Forschungsleiter Arendash in seinem Artikel.

Nun müssen also Versuche mit menschlichen Testobjekten zeigen, ob auch hier positive Einflussnahmen möglich sind. Zumindest ansatzweise erwarten die Forscher eine Bestätigung der Übertragbarkeit. Möglich ist etwa, dass die steigende Gehirntemperatur für die bessere Leistungsfähigkeit und höhere Aktivität der Gehirnzellen verantwortlich ist. Für die Unternehmen der Mobilfunk-Branche jedenfalls ist dies sicher wenigstens ein kleiner Wink des Schicksals, nachdem in den USA und anderen Ländern verstärkt Warnhinweise auf den Handys und entsprechen Gesetze zum Schutz der Verbraucher gefordert wurden.

 

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  • Keine Antworten zu “Strahlungstest an Mäusen überrascht – Handys gesund fürs Gehirn?”

    1. Ines sagt:

      Naja, wenn ich sowas höre bin ich immer sehr skeptisch. Für mich mehr als fraglich ob die nicht die Mobilfunkindustrie bei den „Ergebnissen“ nachgeholfen hat…

    2. » Bei der Strahlung von Handys: keine Panik wegen Gehirntumor Handys, Mobilphones und Smartphones sagt:

      […] Blog von Markus findet man noch weitere Infos, dass offenbar keine Gefahr auf das Gehirn durch eine Handy-Strahlung […]

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