Bisher kritisieren Handynutzer mit ökologischem Bewusstsein, dass die meisten Handys mit zukunftspeisender Technologie im Interesse des Umweltschutzes leider aus Sicht von Design und Mobilfunk-Leistungen nicht mit den hohen Ansprüchen der Konsumenten mithalten können. Doch für Handy-Nutzer, denen die Schonung natürlicher Ressourcen wichtiger ist als technisches Niveau, kann nun mit dem Samsung E1107 sozusagen „mit dem Besten der Sonne“ die mobiltelefonische Kommunikation in die Tat umsetzen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil man mal wieder nach dem Aufladen des Handys vergessen hat, das Ladegerät aus der Steckdose zu ziehen. Solarzellen sollen nach Auskunft des Herstellers Samsung nach einer Stunde Aufladung ein Telefonat von bis zu zehn Minuten ermöglichen.
Natürlich nur bei optimalen Bedingungen, doch das Minimum von einer Stunde Sonnenenergie wird auf immerhin fünf Minuten beziffert. Etwas Zeit nehmen müssen sich umweltbewusste Handy-Nutzer dann, wenn sie ihr neues solarbetriebenes Handy – das laut Samsung-Infos vor allem auf den Einsteiger-Markt zielt – bis zum Anschlag aufladen möchten. Dann nämlich benötigt das Modell E1107 rund 50 Stunden Sonneneinstrahlung. Dafür soll der Akku bei vollem Speicher Gesprächsdauer für gut acht Stunden bieten, in Bereitschaft ist der Akku für bis zu 550 Stunden. Wie kaum anders zu erwarten war, überzeugt die technische Ausstattung wohl eher die Handy-Nutzer, die keine allzu hohen Anforderungen stellen und sich eher mit der Basisausstattung zufrieden geben. So handelt es sich beim Samsung E1107 um ein Mobiltelefon im Dualband-Format mit einem recht überschaubaren 1,52 Zoll großen CSTN-Display.
Bei maximal 65536 Farben und einer 128 x 128 Pixel-Auflösung ist das Gerät eher etwas für Puristen. Dafür verfügt das Handy über ein schier unschlagbares Kaufargument: Das Solar-Handy ist ohne Mobilfunkvertrag bereits für knapp 60 Euro zu haben. Dabei können die Fakten zur Standardausstattung durchaus mit herkömmlichen Geräten mithalten. Das E1107 wiegt nur knapp 75 Gramm. Darüber hinaus finden 500 Telefonbucheinträge Platz im Speicher, im Bereich Kurznachrichten ist Kapazität für bis zu 300 Nachrichten geboten. Spannendes bei Interieur bietet sich in Form des UKW-Radios, der integrierten Freisprechfunktion und vor allem bei der vorhandenen Taschenlampen-Funktion, die es so dann doch eher in Ausnahmefällen auf dem Mobilfunkmarkt gibt. Da soll also noch mal jemand sagen, Umweltbewusstsein und mobiles Telefonieren sei für den kleinen Geldbeutel nicht realisierbar.
1. September 2009 um 21:38
Dass nenn ich mal innovativ! Endlich denken auch die Handyhersteller mal an die Umwelt und nicht nur an sich selbst
5. September 2009 um 14:27
Das ist doch totaler Quatsch Franzi!
Die Solarzellen laden zwar das Handy auf, doch musst du bedenken wie wenig Strom dein Mobiltelefon letzendlich aus der Steckdose zieht – dass ist nahezu nichts, ungefähr so viel wie deine Zimmerbeleuchtung 10 sek brennen lassen, deine Autoscheinwerfer erst ausmachen nachdem du den Motor abgeschaltet hast oder den Standby-Modus deines Fernsehers eine halbe Stunde an zu lassen.
Vielleicht verdeutlicht dass ungefähr wie lächerlich wenig Strom so etwas spart