Die Möglichkeit, über die eigene Armbanduhr telefonieren zu können, reizt zumindest diejenigen Handy-Nutzer, die früher (oder aktuell wieder) der US-amerikanischen TV-Serie Knight Rider frönen, weil sie sich an die eigenen Kinder- und Jugendjahre erinnert fühlen. Möglich ist diese Art des Telefonierens allerdings durchaus inzwischen. Schon seit einigen Monaten tummeln sich Produkte dieser Art auf dem internationalen Markt.
So gibt es einerseits das Modell S 91102 aus dem Hause Samsung, und auch Mitbewerber LG hat mit dem GD910 – dem so genannten Watchphone – ein eigenes Uhren-Handy herausgebracht. Nun hat auch der Anbieter Blackberry angekündigt, ein Gerät mit dem derzeit als wahrscheinlich eingestuften Titel inPulse herausbringen zu wollen. Doch während die Konkurrenz tatsächlich mit der Telefon-Funktion der Uhren wirbt, ist im Falle des Blackberry Modells bereits klar, dass das Gerät allein nicht zum Telefonieren geeignet sein wird.
Chic aussehen tut sie, die Blackberry-Uhr. Zumindest deuten die ersten Fotos im Web darauf hin, das Blackberry in Sachen Design ein Glücksgriff gelungen ist. Ein edles OLED-Dislay bringt der Smartwatch inPulse die nötige Übersichtlichkeit und auch sonst scheint es sich um ein durchweg schmuckes Extra zum Handy zu handeln. Mehr als Zubehör, so viel steht jedoch schon jetzt fest, kann das InPulse nicht sein für die Blackberry-Fans.
Denn die Uhr ist selbst kein Handy, die Nutzung ist nur in Kombination mit einem entsprechenden Smartphone des Herstellers möglich. Einsehen können die Nutzer nach bisherigen Meldungen im Internet auf ihrer Uhr beispielsweise, ob sie Anrufe oder Nachrichten erhalten haben. Den Kontakt erhält die Uhr via Bluetooth, so dass wenigstens ein Feature des Mobilfunk-Extras bekannt ist. Sinnvoll kann das Spielzeug durchaus für die Handy-Nutzer sein.
Denn einerseits verbraucht die Uhr mit ihrem Display deutlich weniger Strom, als wenn ständig ein Blick aufs hell erleuchtete Handy als Information über neue Nachrichten genutzt wird. Darüber hinaus ist der Blick auf das Uhren-Gadget im einem Business-Meeting sicher weitaus unverfänglicher, als blickt man ständig aufs Mobiltelefon. Stand der Dinge ist derzeit, dass nicht Blackberry selbst die Produktion der Uhr übernommen haben soll, sondern das Unternehmen RIM. So liegt nahe, dass das Zubehör auch exklusiv für RIM-Modelle angeboten werden soll. Wann, wo und zu welchem Preis das neue Extra fürs Blackberry-Smartphone veröffentlicht werden soll, weiß man bisher nicht.