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Okt 19

Zu den ersten Herstellern, die sich der Thematik ökologisch vertretbarer Mobiltelefone widmeten, gehört fraglos das Unternehmen Samsung, das in der vergangenen Woche damit begann, die Werbetrommel für das Modell „Blue Earth“ zu rühren. Doch die bisher überschaubare Zahl der Anbieter mit solchen Geräten wird in den kommenden Monaten aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich wachsen.

Zwangsweise, wenn man so will. Denn aktuelle Umfragen wie die der Marktforscher des Unternehmens ABI Research haben dieser Tage gezeigt, dass das Interesse der Verbraucher an modernen Handy-Geräten durchaus groß ist, bei denen umweltfreundliche Materialien zum Einsatz kommen, ohne dass dabei auf zeitgemäße technologische Konzepte für die Verbraucher geboten werden.

Die besagte Umfrage förderte nun zu Tage, dass in den USA (auf diesen Markt beziehen sich die Ergebnisse, wobei Experten die Werte für durchaus übertragbar halten bzw. hierzulande sogar von noch größerem Zuspruch ausgehen) rund 50 Prozent aller Mobiltelefon-Eigentümer nur allzu gerne Geräte erstehen würden, die ökologisch besser verträglich sind als die Mehrheit der so genannten konventionellen Mobilfunk-Produkte. Allerdings – und hier wird der Knackpunkt der Umfrageergebnisse ersichtlich – in erster Linie unter der Bedingung, dass die umweltverträglichen Handys preislich auf gleichem Niveau wie etablierte Geräte liegen.

Momentan liegen die Verkaufspreise der Öko-Handys im Einzelfall noch deutlich über den sonst üblichen Tarifen. Verantwortlich dafür soll der größere Produktionsaufwand für die Hersteller sein, weil auf günstige (aber eben häufig die Umwelt belastende) Stoffe verzichtet werden muss. Problematisch aus Sicht der Experten beim Unternehmen ABI Research ist die Tatsache, dass bislang viele Verbraucher gar nichts oder nur wenig über die angebotenen Alternativen auf dem Handymarkt wissen. Nur etwa vier Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten, dass sie über sehr gutes Wissen zu dieser speziellen Thematik verfügten. Doch ohne entsprechende Informationspolitik vonseiten der Hersteller können sich die Geräte kaum durchsetzen auf dem Markt. Schade.

Denn die Marktforscher bestätigen, dass die preislichen Unterschiede keineswegs so gravierend ausfallen, wie man es zunächst erwarten mag. Die Mehrkosten für die alternativen Bestandteile übernehmen in der Regel die Hersteller, auf die Verbraucher werden sie meist nur minimal verlagert. Umweltschützer wie die Experten von Greenpeace und Co sorgen indes dafür, dass nicht jeder Hersteller ohne entsprechende Berechtigung das Gütesiegel verwendet. Die Beweispflicht, dass es sich bei den neuen Handys wirklich um umweltverträgliche oder –schonende Mobiltelefone handelt, liegt bei den Unternehmen. Sie müssen im Ernstfall nachweisen können, dass sie tatsächlich „grüne Produkte“ hergestellt haben. Zu den Grundvoraussetzungen für ein umweltfreundliches Handy gehört nicht nur das Gerät selbst. Auch die Akkus und Ladegeräte müssen möglichst energieschonend und idealerweise größtenteils recyclebar sein.

 

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  • Keine Antworten zu “Handy-Nutzer mit Interesse an umweltverträglichen Geräten”

    1. Achmed sagt:

      Richtig so! Nur wenn der Verbraucher mitmacht wird das was mit dem Umweltschutz. Wenn wir Handykunden immer nur auf den günstigsten Preis gucken und alle anderen menschlichen und umwelttechnischen Aspekte außer Acht lassen, dann ist es nur logisch (und kapitalistisch) dass die Handyhersteller keinen müden Cent für Umweltschutz investieren!

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