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Sep 05

Eigentlich sollen die speziell für Kinder entwickelten Mobiltelefone für die lieben Kleinen für mehr Sicherheit sorgen und den Eltern Gelegenheit zur Kostenkontrolle durch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten verschaffen, Nicht nur bei unseren Nachbarn in Frankreich denkt man inzwischen aber laut über ein Verbot von Handys an Kindergärten und Schulen nach, nicht zuletzt wegen nach wie vor unklaren Auswirkungen von Handy-Strahlung auf die Entwicklungen Heranwachsender. Ein aktueller Handy-Test des Magazins Computerbild hat indes noch ganz andere Gefahren als die Sendemasten und Strahlungen ausfindig machen müssen. Der Test ergab, dass bei Geräten (einem Mobiltelefon) schlimmstenfalls die zulässigen Grenzwerte für die Strahlung überschritten werden. Doch vielfach sind es auch die verwendeten Stoffe bei der Herstellung, die den Testern sorgenvollen Mienen bringen.

Zehn Geräte renommierter Herstellern wie auch von No-Name-Anbietern wurden getestet, mit teils verheerenden Ergebnissen. Insgesamt sahen sich die Experten bei erschreckenden fünf von zehn Test-Handys gezwungen, die Note Mangelhaft auszusprechen. Die im Ruf Krebs zu verursachenden Weichmacher haben aus Sicht der Tester gerade in den Mobiltelefonen für Kids nichts zu suchen. Dabei fällt es den sorgenden Eltern ohnehin schon schwer genug, die Antwort nach dem Ja oder Nein auf die Frage nach der Notwendigkeit eines Kinder-Handys eine passende Antwort zu finden. Benötigt werden die Geräte schließlich in erster Linie, um die Eltern im Notfall anrufen zu können bzw. damit Mama und Papa nach dem Rechten hören können und wissen, wo sich die Kinder aufhalten. Bekannten Marken wie Nokia und Sony Ericsson setzen zu diesem Zweck auf Handys, bei denen etablierte Geräte in technischen eingeschränkter Form auf den Markt gebracht wurden. Bei anderen oft weniger bekannten Marken werden seit einiger Zeit gesondert Mobiltelefone vertrieben, die mitunter nur über Direktwahltasten für möglichst einfache Bedienung verfügen. Denn genau das soll den Kindern ermöglicht werden.

Die Computerbild-Profis jedoch fanden in ihrem Test heraus, dass gerade bei diesen Modellen häufig die leichte Bedienbarkeit auf der Strecke bleibt. Schlimmste Erkenntnis des Tests: In ausnahmslos allen No-Name-Produkten wurden die Weichmacher gemessen, was zur Einstufung als gesundheitsgefährdend geführt hat. Als spezielles Kinderhandy konnte nun nur ein Modell namens Baby Contact (das immerhin rund 130 Euro kostet) halbwegs gut abschneiden, doch insgesamt kommt auch dieses Kinderhandy nur auf die Note Ausreichend. Angesichts der Testergebnisse raten die Experten daher dazu, Kindern im schulpflichtigen Alter im Fall der Fälle (wenn es unbedingt ein eigenes Handy sein muss) lieber auf die ganz normalen Handys auf dem Markt zu vertrauen, die im unteren Preissegment und leicht zu bedienen sind. Über die an den meisten Geräten vorhandenen Sperrmöglichkeiten über die Codes können die Eltern schließlich in vielen Fällen eigenständig die Nutzungsmöglichkeiten auf das gewünschte Minimum reduzieren.

 

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  • Keine Antworten zu “Gesundheitsgefahr durch spezielle Handys für Kinder?”

    1. nina sagt:

      Diese fiesen Weichmacher sind fast in allem drin was auch nur entfernt mit Plastik zu tun hat! Allerdings ein Unding, dass man gerade bei Babyhandys nicht drauf geachtet hat sie zu vermeiden!!! Hier geht wieder Geiz und Profit über alles, sogar über die Gesundheit von kleinen Kindern!!! 🙁

    2. pet3r sagt:

      Sauerei so etwas! Warum wird solche Produkte nicht von vorn herein vom Markt ausgeschlossen?! Es kann doch nicht sein dass Kinder über ihr „Spielzeug“ in Berührung mit krebserregenden Stoffen kommen!

    3. Dr. L sagt:

      Ich kann ja noch verstehen, dass Weichmacher notwendig sind für bestimmte Produkteigenschaften. Aber warum werden die Phtalate nicht verboten. Es gibt längst alternative Stoffe. Aber die Lobby und Geldgier der PVC Industrie ist halt zu stark. Hier kann nur die Macht der Verbraucher etwas bewegen.

      !!! Leute fragt noch phtalatfreien Produkten !!!

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