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Feb 16

Noch diese Woche wird Nokia eine neue Vorgehensweise bekannt geben und nur ein paar Tage später kommt am Wochenende in Barcelona das Who is Who der Handybranche zusammen, wie nachrichten.rp-online.de berichtet. Was das heißt? Es ist Veränderung am Anmarsch. Diese kündigte sich schon an als vor rund einem halben Jahr Stephen Elop von Microsoft zum Chefposten des Nokia-Imperiums wechselte. Nun gerade einmal sechs Monate will er das Unternehmen auf eine neue Strategie einschwören und bringt dabei den Vergleich von Nokia mit einer brennenden Ölplattform. Wer letzteres schon einmal im Fernsehen gesehen hat, kann sich vorstellen, wie aussichtslos die Lage zu sein scheint.  Laut Elop sei es daher wohl besser, erst einmal 30 Meter tief zu springen und einen Neustart zu wagen statt lieber vom Feuer gegrillt zu werden. Heißt mit anderen Worte: Nokia steht das Wasser bis zum Hals und Elop will das Ruder herumreißen. Eine Mammutaufgabe. Denn während Nokia ums nackte Überleben kämpft, zieht Google mit seinem Betriebssystem „Android“ als strahlender Sieger auf dem Handymarkt an dem Unternehmen vorbei. Telekom und Vodafone orientieren sich derweil neu. Das ist der Status quo vor Beginn der der „Mobile World“, bedeutendsten Branchenmesse , die am Sonntag ihre Tore in Barcelona öffnet.

Aufschwung und Konkurrenz
Die Lage könnte nicht spannender sein. Zum einen werden die mobilen Dienste in den kommenden Jahren ein unglaubliches Wachstum verzeichnen, zum anderen wird durch das große Angebot aber auch der Wettbewerb massiv zunehmen und damit der Konkurrenzkampf. Großen Einfluss auf die Handywelt hatte und hat Apple mit seinem iPhone und dem Flach-PC iPad. Die „Apps“ haben sich als absoluter Hit erwiesen und daher wundert es nicht, dass nun auch der Rest der Branche nachziehen will. Partnerschaften gründen lautet das Ziel vieler Dienstleister. Vodafone zum Beispiel will sein eigenes Portal „360-Grad“ mit deutlich mehr zusätzlichen Diensten und Apps verbessern. Die Handyhersteller SonyEricsson, Samsung und HTC hingegen setzen auf die Produktion und Entwicklung von anspruchsvollen Handys mit dem Andriod-Betriebssystem von Google.

Den größten Nutzen hat der Kunde
Von Konkurrenz und Überlebenskampf bekommt einer nur das Positive mit: der Kunde. Für ihn ist das gnadenlose Gegeneinander nur von Vorteil. Das liegt mitunter daran, dass beispielsweise die beliebten und bestens laufenden Apple-Apps kopiert und für Android verwendbar gemacht werden. Das wiederum wird zur Folge haben, dass die Apps billiger werden, weil ein breites Angebot nun mal den Preis drückt. Daneben treten kostengünstige Flatrates von max. 10,- Euro / Monat ihren Siegeszug an, mit denen man auch mit dem Handy Zugriff auf das Internet hat. Leider gar nicht auf der Welle dieses Trends mitschwimmen kann derzeit Nokia, weshalb der neue Boss auch schnellstmöglich die Trendwende im Konzern herbeiführen will. Die erste Frage, die man hier natürlich stellt, ist die nach dem Betriebssystem. Mit welchem will Nokia künftig seine Handys ausstatten? Zwar gibt es die Eigen-Entwicklung „Symbian“, doch haben Apple und Android mehr Erfolg. Kenner rechnen damit, dass Elop sich seiner Herkunft besinnt und auf die Software seines Ex-Unternehmens Microsoft zurückgreift. Man darf also neugierig sein, was die Zukunft bringt.

 

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